ProfessurProf. M.Sc. Julia SiedleKontakt

Obsolete Urbane Typologien

Hundertfach wiederkehrende Gebäudetypen für das Einkaufen, für das Auto, für Arbeit und Freizeit prägen unsere Städte. Gleichzeitig führen gewaltige gesellschaftliche Umwälzungen, insbesondere die Klimaerhitzung und die Digitalisierung, zu stark veränderten Anforderungen an die gebaute Umwelt. Einige einst massenhaft nachgefragte Nutzungen werden immer weniger benötigt, der Druck auf dem Boden ist hoch, und so verlieren Immobilien wie Parkhäuser und Tankstellen, Einkaufszentren und Warenhäuser, Bürogebäude und Kinokomplexe, Kirchen, Friedhöfe und andere an Bedeutung. Viele von ihnen werden obsolet. Das Projekt geht der Frage nach, welche Fähigkeiten diesen Gebäudetypen innewohnen, welche urbanen Funktionen sie perspektivisch angesichts ihrer strukturellen und städtebaulichen Attribute in den Städten übernehmen können. Ziel ist es, ihre typologischen Eigenschaften herauszuarbeiten, Herausforderungen und Chancen für ihre Transformation im Sinne einer ökologischen, sozialen und ökonomischen Nachhaltigkeit zu benennen, gelungene Beispiele zu analysieren und daraus einen Katalog zu entwickeln, der als Planungshilfe dienen kann.

Forschungsprojekt ‚Die Obsolete Stadt‘ (2019-2023), gefördert von der Robert-Bosch-Stiftung

Buchprojekt Batista, Anamarija und Siedle, Julia: ‚Rethinking Obsolete Typologies: Potentials and Scenarios‘ (2025), Birkhäuser Verlag

(Abb.oben: Elias Eichhorn)